Akupunktur

Die Akupunktur – Selbstheilung anregen

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen zum Thema Akupunktur gehen auf das 2. Jahrhundert vor Christi zurück.
Die Vorstellung, dass in bestimmten Bahnen unter der Haut, im Gewebe, Energie (Qi) fließt, ist die Grundlage der Akupunktur. In diesen Bahnen kann es zum Energiestau, zu Blockaden sowie einem Zuviel oder Zuwenig an Energie kommen.

Es gibt über 360 klassische Akupunkturpunkte, die auf diesen verschiedenen Hauptleitbahnen/Meridianen liegen und den verschiedenen Organen des Körpers zugeordnet sind. Durch Stimulation mittels Nadel (Akupunktur), Druck (Akupressur) oder Moxa (Wärmeanwendung) werden diese genau definierten Akupunkturpunkte angesprochen und so Dysbalancen im Energiesystem ausgeglichen. So werden durch Akupunktur krankheitsauslösende Faktoren beseitigt, die körpereigene Abwehr verbessert, Schmerzen gelindert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.

Was passiert in einer Akupunktursitzung?

In einer ca. 20-30 minütigen Akupunktursitzung werden die den bestehenden Symptomen zugeordneten Punkte genadelt. Der Einstich der Akupunkturnadel führt meist zu einem kurzen, leichten Schmerz, auf den ein dumpfes Schwere- und Druckgefühl folgt, das sogenannte „De Qi“ – Gefühl. Dieses Nadelgefühl kann, je nach Konstitution bzw. Schmerzempfindlichkeit des Patienten, ganz unterschiedlich stark empfunden werden und ist auch von der Lokalisation der Akupunkturpunkte abhängig.

Wie lange bleiben die Nadeln in der Haut?

Die Verweildauer der Akupunkturnadeln während der Akupunktur richtet sich unter anderem danach, wie lange eine Erkrankung bereits besteht. Bei chronischen Erkrankungen bleiben die Akupunkturnadeln meist deutlich länger im Körper als bei Erkrankungen, die frühzeitig durch Akupunktur behandelt und geheilt werden.
Es besteht auch die Möglichkeit die Punkte mit Akupressur, Akupunkt-Massage oder über Akupunkturpflaster www.lifewave.de zu stimulieren. Wer also Angst hat vor Nadeln, braucht keinesfalls auf Akupunktur zu verzichten.

Die Ohrakupunktur

Bei der Ohrakupunktur werden nur am Ohr Nadeln gesetzt oder diese durch Ohrsamen ersetzt (vor allem bei Kindern). Die Punkte des Ohrsomatotops (das Ohr repräsentiert den gesamten Körper) werden mittels eines Drucktasters lokalisiert. Bei dieser Therapie werden bestimmte Reaktionspunkte an der Ohrmuschel aufgesucht und mit unterschiedlichen Nadeln aktiviert. Sie hat sich besonders als Begleittherapie zur Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion und Ergänzung der Körperakupunktur bewährt.

Bei welchen Krankheiten kann Akupunktur helfen?

Die Akupunktur ist bekannt dafür, unter anderem bei Migräne, Rückenschmerzen oder Kniebeschwerden zu helfen, kann aber wesentlich mehr. Laut WHO wird Akupunktur bei folgenden Krankheiten empfohlen:

Atemwegserkrankungen
Bronchitis
Asthma
Sinusitis
Erkältungen
Augenerkrankungen
Bindehautentzündung
Netzhautentzündung
Grauer Star (Katarakt)
Erkrankungen des Mund- und Rachenraums
Zahnschmerzen
Zahnfleischentzündung
Schmerzen nach Zahnextraktion
Halsentzündungen
Magen-, Darmerkrankungen
Akute und chronische Gastritis
Obstipation
Diarrhoe
Akute und chronische Darmentzündung
Magenübersäuerung
Schluckauf
Neurologische Erkrankungen
Kopfschmerzen
Migräne
Trigeminusneuralgie
Schwindel
Paresen nach Schlaganfall
Störungen der Blasenfunktion
Erkrankungen des Bewegungsapparates
Osteoarthritis
Tennisellbogen
Schulter-Arm-Syndrom
Tiefe Rückenschmerzen
Ischialgien